Charles Weerts und Kelvin van der Linde haben sich mit einem Sieg im großen Showdown auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia den Titel des GT World Challenge powered by AWS Sprint Cup 2025 für Team WRT gesichert.
Der BMW #32 setzte sich am Ende einer der spannendsten Sprint-Cup-Saisons überhaupt durch. Vor dem entscheidenden 60-Minuten-Rennen am Sonntagnachmittag lagen die Titelanwärter fast gleichauf.
Zunächst schien der #63 Lamborghini von Grasser Racing auf Titelkurs. Jordan Pepper verteidigte die Führung von der Pole, während Marvin Kirchhöfer den #59 McLaren von Garage 59 gleich in Kurve 1 an Aurélien Panis’ #10 Mercedes-AMG Boutsen VDS vorbeibrachte.
Der BMW startete als Vierter, doch nach rund zehn Minuten begann Van der Linde zu attackieren. Auf der Start-Ziel-Geraden überholte er den Mercedes, kurz darauf setzte er sich auch gegen Kirchhöfers McLaren durch.
Für den Titel musste der Südafrikaner aber noch an Landsmann Pepper vorbei. Nach wenigen Runden klebte der BMW bereits am Heck des Lamborghini. Die beiden Freunde, die sich seit Kindertagen kennen, lieferten sich ein packendes Duell an der Spitze. Pepper verteidigte sich hart, doch genau zu Beginn des Boxenstopp-Fensters fand Van der Linde eine Lücke und übernahm die Führung.
Beim Fahrerwechsel lagen die beiden Teams dicht beieinander: Weerts stieg in den BMW, während Luca Engstler das Steuer des Lamborghini übernahm. In der zweiten Rennhälfte fuhren beide nahezu identische Rundenzeiten, doch kurz vor Schluss wurde es noch einmal eng. Überrundungen spielten Engstler in die Karten, er verringerte den Rückstand auf weniger als eine Sekunde.
Weerts behielt jedoch die Nerven und brachte den BMW mit einem Vorsprung von nur 0,885 Sekunden ins Ziel. Damit feierte er seinen vierten Sprint-Cup-Titel, während Van der Linde in seinem ersten Jahr als BMW-Werksfahrer auf Anhieb Champion wurde. Für Team WRT war es bereits der elfte Triumph in dieser Serie. Hinter dem Sieger-BMW kamen der Lamborghini #63 und der McLaren #59 ins Ziel – exakt in der Reihenfolge der Gesamtwertung.
Rang vier und der Sieg im Silver Cup gingen an den Mercedes-AMG #10 von Aurélien Panis und Cesar Gazeau. Trotz des verpassten Titels zeigten das französische Duo und ihr Team eine starke Leistung und sammelten wichtige Punkte für die Silver-Cup-Gesamtwertung.
Auf den Plätzen fünf und sechs folgten die anderen geschlagenen Titelkandidaten: der #96 Porsche von Rutronik Racing sowie der #48 Mercedes-AMG von Winward Racing, der sich von Startplatz 16 nach vorn arbeitete, jedoch nie ernsthaft in Reichweite des Titels kam. Dahinter reihten sich zwei BMW-Teams ein, die zugleich das Silver-Cup-Podium komplettierten: #992 Paradine Competition behauptete sich knapp gegen den #30 WRT-BMW.
Platz neun insgesamt ging an Emil Frey Racing, das sich mit dem #69 Ferrari (Thierry Vermeulen und Chris Lulham) den Gold-Cup-Titel sicherte. Zunächst lagen sie hinter dem #58 McLaren von Garage 59, doch eine 10-Sekunden-Strafe für den Rivalen brachte dem Schweizer Team beim Stopp die Führung.
Im Bronze Cup holten sich Bashar Mardini und Bastian Buus im #89 Porsche von Lionspeed GP den Rennsieg, verpassten aber knapp den Titel. Den sicherte sich schließlich der #74 Ferrari von Kessel Racing mit Dustin Blattner und Dennis Marschall, gefolgt vom #93 Ferrari von Ziggo Sport Tempesta.
Mit diesem packenden Finale ist die Sprint-Cup-Saison 2025 beendet. Doch die letzte Titelentscheidung des Jahres steht noch bevor: Vom 10. bis 12. Oktober fällt beim dreistündigen Rennen des Endurance Cups in Barcelona der Schlusspunkt der GT-World-Challenge-Saison.
Text: VLN-Fanpage.de/SRO und Foto: SRO/GT World Challenge Europe


