Beim Qualifying zum Lone Star Le Mans auf dem COTA in Austin sicherten sich Proton Competition im Ford Mustang GT3, sowie der privat eingesetzte AF Corse Ferrari 499P die Pole Position für das anstehende 6-Stunden-Rennen.
Nach der großen Hitze zu Beginn der Rennwoche, war das Qualifying von beiden Kategorien der WEC von immer wieder einsetzendem Regen geprägt.
Traditionell begann das Qualifying mit der LMGT3. In der ersten Session, in der es um den Einzug in die Hyperpole geht, müssen die Fahrzeuge von den Bronze-Fahrern des Aufgebots pilotiert werden. Die Strecke war leicht feucht, dennoch war der Slick der Reifen der Wahl. Im Laufe der Session trocknete die Strecke dann weiter ab, sodass die letzte Runde entscheidend war für den Einzug in die Hyperpole, für die sich zehn der 18 Fahrzeuge qualifizieren.
Die beiden bestplatzierten Teams der aktuellen Meisterschaft, Manthey 1st Phorm #92 und Vista AF Corse #21 schafften nicht den Sprung in die Hyperpole.
Aufgrund einer Untersuchung der Rennleitung gegen die Startnummer 87 von Akkodis ASP wurde die Hyperpole um ein paar Minuten nach hinten verschoben. Erst kurz vor Start der Session stand dann fest, dass der Mustang von Proton Competition mit der Startnummer 88 in die Hyperpole nachrückt, nachdem der Lexus RC F GT3 aufgrund von zweimaligem Überfahren der schwarz-weiß-karierten Flagge disqualifiziert und auf die letzte Startposition zurückgesetzt wurde.
In der Hyperpole der LMGT3-Boliden ist die Vorgabe, dass die Silber-Fahrer die Session absolvieren müssen. Bei stärker werdendem Regen gelang es den beiden Ford Mustang GT3 am besten, die Slicks auf Temperatur zu bringen und so sicherten sie sich die Startpositionen eins und zwei. Die Pole Position ging dabei an Giammarco Levorato in der #88, die eigentlich nicht die Qualifikation für die Hyperpole geschafft haben, sondern erst durch die Strafe gegen den Lexus nachgerückt sind.
Vor dem Qualifying der Hypercars setzte mehr Regen ein. Dennoch entschieden sich zunächst alle Teams, die Session auf Slicks aufzunehmen. Doch sowohl der Toyota #7 als auch beide Cadillacs wurden von ihren Teams nach kurzer Zeit für den Wechsel auf Regenreifen an die Box beordert. Doch dieses Gambling wurde nicht belohnt. Am Ende der Session trocknete die Strecke merklich ab, sodass die drei mit Regenreifen bestückten Fahrzeuge auf den letzten drei Startplätzen landeten.
In der Hyperpole waren es dann die Le-Mans-Sieger von AF Corse mit Robert Kubica am Steuer, die sich die Pole Position vor dem werkseingesetzten Ferrari #51 sicherten. Damit startet der aktuell Zweitplatzierte in der Meisterschaft vor dem Meisterschaftsführenden in das Rennen.
Auf Rang drei landete – für einige überraschend – die Startnummer 93 von Peugeot. Doch die Franzosen haben in der Vergangenheit schon häufig bewiesen, dass ihr Auto unter schwierigeren Witterungsbedingungen sehr stark ist. Allerdings wurde der Peugeot im Nachgang disqualifiziert und muss von der letzten Position ins Rennen starten. Grund ist, dass das Regenlicht nicht dauerhaft eingeschaltet war, obwohl das Qualifying von der Rennleitung als „Wet“ deklariert wurde.
Das Rennen startet am Sonntag, 07. September um 20:00 Uhr deutscher Zeit und wird in voller Länge auf Eurosport 1 im Free-TV übertragen.
Das Ergebnis für beide Klassen im Überblick:
Hypercar
1. 83 AF Corse
2. 51 Ferrari AF Corse
3. 6 Porsche Penske Motorsport
4. 50 Ferrari AF Corse
5. 99 Proton Competition
6. 35 Alpine Endurance Team
7. 8 Toyota Gazoo Racing
8. 15 BMW M Team WRT
9. 009 Aston Martin Thor Team
10. 5 Porsche Penske Motorsport
11. 94 Peugeot Totalenergies
12. 36 Alpine Endurance Team
13. 20 BMW M Team WRT
14. 007 Aston Martin Thor Team
15. 38 Cadillac Hertz Team Jota
16. 12 Cadillac Hertz Team Jota
17. 7 Toyota Gazoo Racing
18. 93 Peugeot Totalenergies – DSQ
LMGT3
1. 88 Proton Competition (Ford)
2. 77 Proton Competition (Ford)
3. 95 United Autosport (McLaren)
4. 46 Team WRT (BMW)
5. 33 TF Sport (Corvette)
6. 59 United Autosport (McLaren)
7. 78 Akkodis ASP Team (Lexus)
8. 60 Iron Lynx (Mercedes-AMG)
9. 31The Bend Team WRT (BMW)
10. 27 Heart of Racing Team (Aston Martin)
11. 81 TF Sport (Corvette)
12. 61 Iron Lynx (Mercedes-AMG)
13. 92 Manthey 1st Phorm (Porsche)
14. 54 Vista AF Corse (Ferrari)
15. 10 Racing Spirit of Leman (Aston Martin)
16. 21 Vista AF Corse (Ferrari)
17. 85 Iron Dames (Porsche)
18. 87 Akkodis ASP Team (Lexus) – DSQ
Text und Foto: Laura Brunnenmeister


