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„Ich bin in der Nacht wie ein Geisteskranker gefahren“, glücklich zufrieden und kreuzehrlich gab Mike Jäger (Kaiserslautern) nach dem internationalen 24-Stunden-Rennen seine Interviews. Im Audi TTS von S.Pace-Racing hatte er gemeinsam mit Matthias und Thomas Wasel und Marcus Löhnert Rang zwei in der Klasse SP3T erreicht.

„Zwischendurch wollte ich schon fast aufgeben“, Jäger war erleichtert, dass er genau das nicht gemacht hat. Die 40ste Auflage des Langstreckenklassikers steckte für alle Teams voller Schwierigkeiten und Überraschungen. Zwar hielt sich das berüchtigte Eifelwetter diesmal zurück aber einige Regenschauer gab es Sonntag früh doch, die Jäger wiederum nutzte um ordentlich Boden gut zu machen. Dafür sorgten die gut 170 Teilnehmer vor 235.000 Zuschauern für reichlich Chaos rund um den Kurs. Von Beginn an hagelte es Reifenschäden und Unfälle, die dann für weitere Reifenschäden sorgten. Doch der Audi TTS konnte sich aus diesen Scharmützeln gut raushalten.

Spannend wurde es für Mike Jäger erst in der Nacht. Der Abriss des Frontsplitters zwang das Auto zu einer 45-minütigen Pause. Ohne diesen Splitter stimmt die Aerodynamik am Auto nicht mehr und der Anpressdruck an der Vorderachse fehlt nahezu völlig. Kaum wieder auf der Piste, packte Mike Jäger die schnellsten Zeiten des Audi aus. „Wir waren schneller unterwegs, als tagsüber.“ Doch die fulminante Aufholjagd, die den TTS auf Rang zwei der Klasse knapp hinter den Führenden brachte, forderte ihren Tribut in Form von mehr Sprit. „Ich bin dann leider mit leerem Tank in meiner letzten Runde liegen geblieben.“ Den erneuten Zeitverlust schien Jäger teilweise in der Box gutmachen zu wollen. „Ich habe später zwei Zeitstrafen und eine Geldstrafe kassiert, weil ich mit dem Speedlimiter in der Box nicht klar gekommen bin“, dass er zu schnell in der Box war, musste Jäger trotzdem akzeptieren, „so etwas ist mir noch nie passiert.“

Zu guter Letzt strandete der Audi kurz vor Schluß noch im Kiesbett, konnte dann aber weiterfahren. „Wir haben echt eine Menge Huddel gehabt und dafür ist der zweite Platz echt gut“, freute sich Jäger, „das Team hat toll gearbeitet.“ Stolz und zufrieden konnte er den Nürburgring wieder verlassen und eine Rennpause einläuten. In der VLN Langstreckenmeisterschaft, in der Jäger sonst startet, geht es erst am 23. Juni weiter.

Text: Martin Brock und Fotos: Hardy Elis

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