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Nachdem Jens Klingmann im Rahmen des ADAC GT Masters zuletzt vor knapp vier Jahren ganz oben auf dem Podium gestanden hat, war es am vergangenen Samstag endlich wieder soweit. Dem gebürtigen Heidelberger gelang es in einer hochdramatischen Schlussphase die Attacken der RWT Racing Corvette erfolgreich abzuwehren und seinem Team MRS GT-Racing den ersten Saisonsieg zu sichern. Für Klingmann selbst war es sein insgesamt neunter Tageserfolg in der Liga der Supersportwagen.

„Die Freude über diesen Sieg ist natürlich riesengroß. Mein Teamkollege Nicolai Sylvest hat mit der Pole Position im Qualifying und einem glänzenden ersten Stint die Grundstein zu diesem grandiosen Ergebnis geliefert. Am Ende wurde es dann noch einmal richtig eng, aber wir konnten uns erfolgreich gegen die Corvette behaupten. Mein Dank geht an das gesamte Team von MRS GT-Racing, die unheimlich hart für den Erfolg gearbeitet und sich auch nicht vom Rückschlag in Most haben entmutigen lassen“, so Klingmann.

In Most lag die Mannschaft rund um den BMW-Werkspiloten aus Tägerwilen bis kurz vor Schluss auf dem dritten Platz. Ein Problem mit der Benzinpumpe verhinderte jedoch den Traum vom ersten Podiumsergebnis in dieser Saison. Knapp drei Wochen später konnte man nun mit dem Sieg am Red Bull Ring die Enttäuschung hierüber in überzeugender Manier vergessen machen.

Bereits im Qualifying erwischte Klingmanns Teamgefährte Sylvest eine Traumrunde und stellte den BMW M6 GT3 auf die Pole Position. Diese konnte der junge Däne beim Start direkt in die Führung ummünzen und während seines Stints erfolgreich verteidigen. Zur Rennhalbzeit übergab er das Steuer an Klingmann, dem es fortan oblag, den Sieg nach Hause zu bringen. Der Weg bis dahin sollte jedoch extrem hart werden.

„Als ich nach dem Fahrerwechsel gesehen habe, dass die Corvette auf Platz zwei liegt, habe ich schon gedacht, dass es eng werden könnte. Denn sie hat einen guten Topspeed, was hier am Red Bull Ring sehr wichtig ist. Ich habe versucht, den Vorsprung zu managen, doch dann hat David Jahn Zehntel für Zehntel den Rückstand verringert. Als er in der Endphase an mir dran war, war jede Runde wie im Qualifying. Es waren so ziemlich die längsten 15 Minuten meines bisherigen Rennfahrerlebens und ich war froh, als nach einer Stunde endlich die Zielflagge draußen war. Ich bin überglücklich, dass es am Ende wirklich zum Sieg gereicht hat.“

Getragen von diesem tollen Ergebnis wollten Klingmann und sein Teamgefährte Sylvest auch am Sonntag an die starke Performance anknüpfen. Trotz des Erfolgsbalastes durch den Sieg am Vortag (+30 Kg) sollte dem Fahrerduo dieses Vorhaben auch gelingen. So beendete man mit dem BMW M6 GT3 das Rennen auf einem starken vierten Platz und sammelte damit weitere wichtige Meisterschaftspunkte.

Nächste Station: 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

Bevor es für Jens Klingmann mit dem nächsten Lauf zum ADAC GT Masters in Zandvoort weitergeht, wartet auf den gebürtigen Heidelberger mit dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (20.-23.06.19) nun eines der ganz großen Saisonhighlights. Zusammen mit Falken Motorsports möchte er hier ebenfalls ganz vorne um die Podiumsplätze mitkämpfen. Klingmann teilt sich das Cockpit des BMW M6 GT3 mit Stef Dusseldorp, Alexandre Imperatori und Peter Dumbreck.

Text: Media-DaCo (Daniel Cornesse) und Fotos: Manfred Muhr

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