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Bei der vorletzten Saisonstation des ADAC GT Masters auf dem Sachsenring konnte Elia Erhart ein grandioses Ergebnis erzielen. So sicherte sich der 30-jährige Röttenbacher nach einer famosen Schlussphase mit dem Audi R8 LMS von EFP by TECE den Sieg im Sonntagsrennen. Für Erhart war es sein erster Tageserfolg überhaupt in der hartumkämpften Liga der Supersportwagen.

„Ich kann es noch nicht ganz realisieren, was wir heute mit unserem neuen Team EFP by TECE geschafft haben. Diesen Sieg widme ich allen Menschen, die dieses Projekt unterstützen und damit unser Engagement überhaupt erst möglich machen. Mir fehlen echt die Worte. Es war am Ende ein unheimlich harter Kampf und ich bin einfach nur überglücklich, dass es für uns zum Sieg gereicht hat“, freute sich Erhart nach der Zieldurchfahrt.

Dabei sah es nach dem 27. Startplatz im Qualifying bei Weitem nicht danach aus, als sollten er und sein Teamgefährte Pierre Kaffer tatsächlich in diese Regionen vorstoßen können. Ein äußerst turbulentes Rennen führte jedoch dazu, dass der Audi R8 LMS am Ende als Sieger den Zielstrich überqueren konnte. „Schon beim Start gab es mehrere Unfälle und Dreher im Feld. Pierre ist ebenfalls leicht von einem anderen Fahrzeug getroffen worden. Zum Glück ist dabei alles gut gegangen und wir konnten in den folgenden Runden einige Plätze gutmachen“, so Erhart.

Während fast das gesamte Feld den Pflichtboxenstopp früh unter Rennbedingungen absolvierte, blieb die Mannschaft von Elia Erhart lange auf der Strecke und übernahm so die Führung. Eine Taktik, die sich aufgrund einer Safety-Car Phase später als goldrichtig entpuppen sollte.

„Als wir während des Safety-Cars unseren Boxenstopp machen konnten, habe ich gerechnet und war mir sicher, dass wir durch den geringeren Zeitverlust deutlich vor dem bis dahin führenden Porsche rauskommen würden. So ist es erfreulicherweise dann auch gekommen. Sicherlich war auch ein wenig Glück dabei“, schildert Erhart, der die Führung über den zweiten Stint hinweg vehement verteidigen musste. Dabei wurde der Röttenbacher in der Schlussphase vor allem von Land Motorsport-Pilot Sheldon van der Linde enorm unter Druck gesetzt, dem er jedoch bis zum Ende erfolgreich standhalten konnte.

„Ich wollte unbedingt gewinnen, denn wer weiß, wann man in diesem starken Feld des ADAC GT Masters überhaupt nochmal in eine solche Position kommt. Es war bis zum Fallen der schwarz-weiß karierten Flagge ein richtig harter Kampf gegen Sheldon um den Sieg. Ich habe mich auf die Stellen konzentriert, an denen er schneller war und habe dort immer viel Schwung mit auf die Geraden genommen. Dadurch konnte er mich nicht ausbremsen. Gefühlt haben die letzten Runden wirklich eine halbe Ewigkeit gedauert und ich war froh, als es endlich vorbei war.“

Mit ihrem grandiosen Erfolg am Rennsonntag machten Erhart und Teamkollege Kaffer auch den schwierigen Vortag vergessen. Im Samstaglauf fuhr das Fahrerduo auf den 24. Platz.

„Das Samstagsrennen haben wir natürlich vor dem Hintergrund dieses Sieges bereits gedanklich abgehakt. Für mich war es unter dem Strich wohl das härteste aber auch gleichzeitig emotionalste Rennen in meinem Leben. Es gibt nichts schöneres, als mit einem eigenen Team ein solches Ergebnis zu erzielen. Vielen Dank an die gesamte EFP by TECE Mannschaft und Holzer Motorsport.“

Text: Media-DaCo (Daniel Cornesse) und Fotos: Marko Tarrach

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