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Beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife wurde eine kämpferische Leistung von Norbert Siedler und seinen Teamkollegen am Wochenende nicht belohnt. Nach einem ausgezeichneten dritten Platz im Qualifying war ein gutes Ergebnis für die Besatzung des Frikadelli-Porsche trotz Rückschlägen in der Startphase noch in Reichweite. Doch ein Defekt im Antriebstrang sorgte in der Nacht für das vorzeitige Ende.

Mit dem dritten Platz im Top-30-Einzelzeitfahren am Freitagabend sicherte Norbert Siedler dem Frikadelli-Porsche eine ausgezeichnete Ausgangsposition für das Saisonhighlight. Mit seiner Rundenzeit verpasste der Tiroler die prestigeträchtige Pole-Position auf der 25 Kilometer langen Strecke um weniger als eine Sekunde. „Ein sensationelles Qualifying-Ergebnis für uns als Privatteam“, freute sich der Profirennfahrer gemeinsam mit seinen Teamkollegen Felipe Fernandez-Laser (D), Mathieu Jaminet (F) und Marco Seefried (D).

Doch bereits nach zwei Rennstunden gab es den ersten Rückschlag für das Porsche-Quartett: Im Verkehr zog ein BMW plötzlich nach innen und traf das Fahrzeug von Norbert Siedler bei knapp 150 Stundenkilometern hart auf der Hinterachse. Der Österreicher schlug beim unvermeidlichen Dreher leicht in die Mauer ein. „Das ist genau das, was du in den ersten Runden eines solchen Rennens nicht gebrauchen kannst“, ärgerte er sich. „Glücklicherweise ging die Reparatur sehr schnell.“

Kuriose Situation: Siedler säubert seinen Kühlergrill auf der Strecke

Auch im weiteren Verlauf der Eröffnungsphase war das Rennglück nicht auf der Seite der Mannschaft rund um Norbert Siedler. Die zahlreichen Zuschauer staunten, als der Nordschleifen-Spezialist plötzlich auf der Strecke anhielt, ausstieg und begann, den Kühlergrill zu säubern. „Ich habe in meiner Karriere schon viel erlebt, aber dass ich während des Rennens ausgestiegen und nach einer Art von Reparatur weitergefahren bin, war eine Premiere. Im Kühlergrill hatte sich Gras gesammelt und die Motortemperatur wurde so kritisch, dass es nicht mehr möglich gewesen wäre, die Box zu erreichen.“

Nach der hektischen Startphase lief für Norbert Siedlers Fahrzeug dafür dann zunächst alles nach Plan: Von Platz 21 arbeitete sich der Rennfahrer aus Oberau gemeinsam mit seinen Teamkollegen mit Rundenzeiten auf dem Niveau der Spitze bis an den Rand der Top-Ten. Doch um zwei Uhr in der Nacht rollte Mathieu Jaminet plötzlich ohne Vortrieb aus und musste das Fahrzeug mit technischem Defekt abstellen.

Trotz des vorzeitigen Ausfalls stellte Norbert Siedler die positiven Aspekte in den Vordergrund: „Das Frikadelli Racing Team hat uns in diesem Jahr ein wirklich schnelles Auto zur Verfügung gestellt. Ohne das Pech hätten wir um eine Position unter den ersten fünf Fahrzeugen kämpfen können. Wir werden in der VLN Langstreckenmeisterschaft zurückschlagen.“ Am nächsten Wochenende steuert Norbert Siedler einen Lexus RC F GT3 beim Blancpain Endurance Cup in Silverstone (GB).

Text und Fotos: Andre Beckmann

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