Nach zweijähriger Pause kehrte Miklas Born zur 54. Ausgabe der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zurück. Gemeinsam mit Reiter Engineering und seinen Teamkollegen Laurents Hörr, Arne Hoffmeister und Marcel Marchewicz pilotierte er die neue Generation des KTM X-Bow GTX. 

Die Mannschaft nutzte zu Saisonbeginn einige Rennen der Nürburgring Langstrecken-Serie sowie zahlreiche Testtage, um sich auf das Saisonhighlight auf der Nordschleife vorzubereiten. „Es ist großartig, wieder beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen. Die Stimmung rund um die Strecke ist die gesamte Woche über besonders und auch die Nähe zu den Fans ist hier größer als bei den meisten anderen Rennen. Zudem macht die Vielfalt des Starterfeldes das Racing auf der Strecke extrem anspruchsvoll“, so Born. 

Bereits während der Qualifyingsessions zeigte sich das berüchtigte Eifelwetter in all seinen Facetten. Somit hatte das Team die Chance, sich vor Rennstart auf die widrigen Bedingungen einzustellen. 

Am Renntag waren die Temperaturen weiterhin niedrig, aber das Rennen startete unter trockenen Bedingungen. Arne Hoffmeister nahm die Anfangsphase in Angriff, verteidigte zunächst seine Position und machte dann einige Plätze gut, bevor er das Auto für den zweiten Doppelstint an Miklas Born übergab. In seinem Stint fing es an zu regnen, sodass das gesamte Feld auf Regenreifen wechselte. In Verbindung mit den einstelligen Streckentemperaturen hatten viele Teams Probleme, ihr Fahrzeug auf der Strecke zu halten. Auch der Basler kämpfte mit den Bedingungen, aber schaffte es, das Fahrzeug sicher an Laurents Hörr zu übergeben. 

Dieser knüpfte an die Leistung seiner Teamkollegen an, hatte allerdings mit technischen Problemen am Fahrzeug zu kämpfen. Trotz wiederkehrendem Leistungsverlust brachte er den KTM zum nächsten Fahrerwechsel, doch ein Motorschaden sorgte dafür, dass das Team von Reiter Engineering das Auto frühzeitig aus dem Rennen zurückziehen musste. 

„Es ist sehr schade, dass wir nach nur wenigen Stunden ausgeschieden sind, ich wäre gerne noch einige Runden in der Dunkelheit gefahren. Wir waren gut aufgestellt und auf trockener Strecke lag der KTM X-Bow GTX sehr gut, sodass ich mir sicher bin, dass wir ein gutes Resultat hätten einfahren können“, fasst Born zusammen. „Das Team hat uns ein tolles Auto hingestellt. Die Belastung für das Material ist bei einem solchen Rennen auf der Nordschleife enorm, sodass leider immer die Gefahr besteht, dass ein technischer Defekt das Aus bedeutet. Trotz allem war es eine großartige Erfahrung, Teil dieses Projekts zu sein und ich danke der gesamten Mannschaft von Reiter Engineering für das Vertrauen.“

Text: Laura Brunnenmeister und Foto: Patrick Liepertz


 

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