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Langezeit sah es so aus als könnte das MOTEC Wheels Team MK-Motorsport die Pechsträhne der letzten Rennen im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft endlich ablegen und neben dem Klassensieg in der V5 sogar den insgesamt dritten Wertungsgruppensieg bei den VLN Serienwagen einfahren. Leider dauerte die sechste Veranstaltung des Jahres aus Sicht des Ötigheimer Teams jedoch 30 Minuten zu lange.
Mit dem 33. RCM DMV Grenzlandrennen fand der Auftakt in die zweite Saisonhälfte der VLN Langstreckenmeisterschaft statt. Nach den Rekordtemperaturen jenseits der 30 Gradmarke zwei Wochen zuvor, fanden die Teilnehmer der VLN Langstreckenmeisterschaft dieses Mal etwas mildere sommerliche Temperaturen an der Traditionsrennstrecke in der Eifel vor. Dies sollte sich jedoch nicht auf das Verhalten auf der Strecke auswirken, ganz im Gegenteil: hier ging es keinesfalls milder als bei den letzten Wertungsläufen zur Sache. So auch nicht in der Serienwagen Klasse V5, in der Matthias Unger (Heusenstamm), Daniel Zils (Bendorf) und Tim Scheerbarth (Dormagen) einmal mehr mit dem mattschwarzen BMW Z4 Coupé vom MOTEC Wheels Team MK Motorsport an den Start gingen. Für das schnelle Fahrertrio war die Zielsetzung im Vorfeld zur Generalprobe für das 6h Rennen klar definiert: „Nachdem uns seit dem 24h Rennen das Glück ein wenig verlassen hat, hoffen wir heute, wieder an unsere starke Anfangsphase in der Saison, die mit drei Klassen- und zwei Wertungsgruppensiegen gespickt war, anknüpfen zu können. Irgendwann muss der vielzitierte Knoten ja einfach platzen.“
Langezeit sah es so aus, als sollte dieser Wunsch für die Ötigheimer Mannschaft auch in Erfüllung gehen. Mit einer Rundenzeit von 9:39.825 min. fand sich die Truppe nach Ablauf des 90-minütigen Zeittrainings zunächst auf der vierten Position in der Klasse V5 wieder, ehe es dem Bendorfer Daniel Zils noch in seinem Startturn gelang, das Bayrische Renngefährt in Führung zu bringen.
„Der erste Stint war sehr gut, trotz der vielen Unfälle, die entlang der Strecke vorzufinden waren. Das BMW Z4 Coupé war bestens vorbereitet und mir ist es sogar gelungen das Fahrzeug in Führung liegend an Matthias zu übergeben. Schade, dass es am Ende dann nur zu Rang vier gereicht hat. Ich habe auf jeden Fall heute mein Bestes gegeben“, so Zils.
Aufgrund der unterschiedlichen Strategie bei den Boxenstopps hatte mal das MOTEC Wheels Team MK Motorsport die Nase vorne, mal das Kelberger Team Black Falcon. Die Zuschauermassen, die einmal mehr zu einem gemütlichen Samstagsausflug in die Grüne Hölle pilgerten, hatten auf jeden Fall Spaß an diesem imposanten Zweikampf, der erst kurz vor Rennende entschieden wurde. Nach dem zweiten Boxenstopp, bei dem Tim Scheerbarth dann ins Cockpit des Serienwagenfahrzeuges stieg, betrug der Vorsprung für den Dormagener lediglich zwei Sekunden. Durch konstant schnelle Rundenzeiten, bei denen er mit 9:40.131 min. auch die schnellste Runde in der V5 fuhr, gelang es dem EX Honda Junior Piloten den Abstand nach hinten zu vergrößern. Ein Fahrfehler kurz vor Schluss war es jedoch, der dem Team schlussendlich nur den vierten Rang bescherte.
„Das Rennen lief eigentlich für uns bis zu dem Zwischenfall optimal. Ich konnte den Vorsprung nach dem Boxenstopp auf das Team Black Falcon bis auf sieben Sekunden ausbauen, ehe ich durch einen Fahrfehler in der Arembergkurve leider unseren Sieg verschenkt habe. Es tut mir sehr leid für das gesamte Team, was heute insbesondere perfekte Boxenstopps abgeliefert hat und sehne mich nun natürlich nach Wiedergutmachung beim nächsten Rennen“, erklärt Scheerbarth.
„Wenn man kurz vor dem Klassen- und Wertungsgruppensieg steht, ist ein solcher Zwischenfall natürlich umso ärgerlicher. Nichtsdestotrotz kann jedem Rennfahrer ein solcher Fehler mal unterlaufen. Wir stecken unsere Köpfe jetzt nicht in den Sand, sondern hoffen nun auf das bevorstehende 6h ADAC Ruhr Pokal Rennen. Vielleicht platzt unser Knoten ja endlich bei dieser Veranstaltung“, so Unger. 
Text und Fotos: Media-DaCo (Daniel Cornesse) |