24h Dubai: Krimi endet mit Mercedes-Dreifacherfolg

Mit einem Dreifachsieg für Mercedes haben Black Falcon und Heico Motorsport bei der siebten Auflage des 24h-Rennens von Dubai Motorsportgeschichte geschrieben. Damit haben die von der Nordschleife bestens bekannten Teams das Geschehen in den Vereinigten Arabischen Emiraten maßgeblich dominiert. Trotz atemberaubendem Schluss-Stint schafft es der Schubert-Z4 nur auf Rang vier.

Das 24h-Rennen von Dubai glich einem packenden Krimi: Selbst vom Einbruch der Dunkelheit ließen sich die Piloten nicht bremsen, sodass an der Spitze ein spannender Kampf um die Führung entbrannt war. Dabei lief es auch für den Mercedes SLS AMG GT3 von Abu Dhabi by Black Falcon nicht durchweg perfekt. Am frühen Morgen war das führende Fahrzeug auf Rang drei zurück gefallen. Doch dann war es eine furiose Aufholjagd von Jeroen Bleekemolen und Thomas Jäger, die den pfeilschnellen SLS zurück an die Spitze brachte. Im weiteren Verlauf des Rennens konnten Al Qubaisi, Edwards, Bleekemolen und Jäger ihren Vorsprung langsam ausbauen, bis es in der letzten Stunde des Rennens dann darum ging, das Fahrzeug sicher ins Ziel zu tragen.

Platz zwei erreichten Bernd Schneider, Maximilian Buhk, Christiaan Frankenhout, Max Nilsson und Andreas Zuber. Die Mercedes-Fahrer von Heico Motorsport konnten ebenfalls zwischenzeitlich die Führung erobern und am Ende einen weiteren Podest-Erfolg für den SLS AMG GT3 feiern. Black Falcon-Pilot Thomas Jäger kommentierte das Rennen: „Das ist einfach unglaublich. Wir haben mit drei Mercedes das Podium erreicht und die Performance des SLS AMG GT3 unter Beweis gestellt. Ein grandioser Erfolg für AMG und natürlich auch für das Team Black Falcon.“ Und auch sein Teamkollege Jeroen Bleekemolen strahlte: „Das fühlt sich wunderbar an. Ein tolles Rennen mit einem tollen Auto.“

Ein packendes Duell entbrannte im letzten Viertel des Rennens um den dritten Podiumsplatz. Der Auslöser hierfür war das doppelte Drama um Schubert: Nachdem zunächst der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer fünf zu straucheln begann, stand in der 21. Rennstunde auch die Nummer eins für längere Zeit an der Box. Der Grund: Schmutz im Ansaugtrakt des Motors hatte zu plötzlichem Leistungsverlust geführt. Dadurch fiel das Auto des Titelverteidigers auf Platz vier zurück. Somit war die Bahn frei für den Mercedes-Flügeltürer von Heico 2 Motorsport, der den dritten Platz erbte und dann auch ins Ziel rettete. Der Dreifacherfolg für Mercedes war damit also perfekt. Obwohl Edward Sandström im BMW von Saudi Falcons by Schubert einen sensationellen Schluss-Stint hinlegte und kontinuierlich Zeit auf den Heico-SLS gut machte, musste sich das Schubert-Quartett am Ende mit Rang vier zufrieden geben.

Text: Markus Plützer

Fotos: Creventic