24h Dubai nach 20h: Schlussspurt steht bevor
In Dubai geht es nun endgültig in die heiße Phase. Während noch knapp vier Rennstunden auf dem Programm stehen, bleibt es an der Spitze weiterhin spannend. Nachdem auch in der Nacht atemberaubende Rundenzeiten absolviert wurden, hat sich das in Führung liegende Team Abu Dhabi by Black Falcon inzwischen einen Vorsprung von knapp einer Runde erarbeitet.
Weiterhin in Schlagdistanz liegen Bernd Schneider, Maximilian Buhk, Christiaan Frankenhout, Max Nilsson und Andreas Zuber. Wie bei vielen anderen Teams, hat auch bei dem Quartett von Heico Motorsport die Wüste ihre Spuren hinterlassen. „Ich bin etwas krank und müde und hoffe, dass es mir bei meinem letzten Stint wieder besser gehen wird“, teilt beispielsweise Christiaan Frankenhout über sein Facebookprofil mit.
Den dritten Platz verteidigen derweil die Sieger des Vorjahres. Faisal Bin Laden, Edward Sandström, Jörg Müller und Claudia Hürtgen kämpfen sich wacker durch die Nacht und hoffen nach dem Erfolg bei der letzten Auflage des Wüstenklassikers auf eine weitere Podestplatzierung. Einen ordentlichen Kraftakt haben in der vergangenen Nacht die Mechaniker der Saudi Falcons by Schubert hinter sich gebracht. So wurde bei dem Schwesterfahrzeug mit der Startnummer fünf im Rahmen einer sechsstündigen Reparatur der komplette Motor ausgetauscht. Teammanager Stefan Wendl: „Das Team hat bei unserer Startnummer ‚5‘ saubere Arbeit geleistet. Es ist schön zu sehen, dass der Wagen wieder auf die Strecke rausgegangen ist. Wir wollen den Fahrern einfach die Möglichkeit geben, jeweils noch zwei Stints zu fahren, damit sie den Fans der Saudi Falcons etwas bieten können.“
Auf Platz vier liegt nach wie vor der Heico-Mercedes SLS AMG GT3 von Schneider, Heyer, Simonsen und Gonzales. Nachdem das Team zwischenzeitlich mit Problemen an der Benzinpumpe zu kämpfen hatte, befindet man sich jetzt wieder auf einer vielversprechenden Position. Komplettiert werden die Top-5 von Otto Klohs, Heinz Bruder, Carlo Lusser, Martin Ragginger und Swen Dolenc im Fach Auto Tech-Porsche.
Kein Glück hatte derweil Philipp Wlazik. Für den aus der VLN bekannten Porsche-Piloten ist das Rennen nach einem Getriebeschaden beendet. Zwischenzeitlich lagen Wlazik, Stefan Rosina und Robert Lukas im Porsche 911 GT3 Cup auf einem tollen neunten Gesamtrang.
Ordentlich zur Sache geht es auch in den kleineren Wertungsklassen. Das Black Falcon Team TMD Friction hat sich im Gesamtklassement in die Top-20 vorgearbeitet und befindet sich auf der 19. Position. In der SP3-Klasse resultiert daraus der zweite Rang. Weiterhin dreht auch der BMW von Küpper Racing tapfer seine Runde. Das Fahrzeug von VLN-Teamchef Bernd Küpper aus Düren liegt auf Rang 44 und verteidigt Plat zwei in der Klasse A5.
Für die Teilnehmer des 24h-Rennens geht es jetzt langsam aber sicher in den Schlussspurt. Die letzten vier Rennstunden sind angebrochen und nun gilt es, höchste Konzentration zu bewahren. Jeder noch so kleine Fehler könnte zur Niederlage führen. Es bleibt also heiß, in der Wüste von Dubai.

Text: Markus Plützer
Fotos: Creventic



