24h Dubai nach 8h: Spitze trennen nur Sekunden

Nach acht Stunden führt zurzeit der Mercedes SLS AMG GT3 von Abu Dhabi by Black Falcon. Dahinter folgen Heico Motorsport mit beiden Autos sowie Schubert Motorsport, die nur noch ein Eisen im Feuer haben. Enge Abstände und Positionstausch bei Boxenstopps bestimmen das Bild an der Spitze.

Ein Drittel des 24 Stunden Rennens ist nun absolviert. Das Rennen bot bisher genügend Rennaction, zudem kristallisieren sich langsam die schnellsten Teams aus dem großen Teilnehmerfeld heraus. Im Gegensatz zum letzten Jahr verlief das Rennen außerdem deutlich ruhiger, es gab erst eine Code-60-Phase (Abgewandelte Safety Car-Phase ohne eigentliche Safety Cars, max. 60km/h).

Die angesprochene Code-60-Phase ereignete sich direkt zu Beginn der fünften Rennstunde, als sich ein Fahrzeug drehte und der Motor ausging. Daraufhin wurde es von der Strecke gezogen und die Grüne Flagge kam bereits nach wenigen Minuten Code-60. Im weiteren Verlauf der fünften Stunde gab es neben den standardmäßigen Tank- und Reifenstopps nur kleinere technische Defekte in den kleineren Klassen, unter anderem beim Black Falcon Team TMD Friction, die mit Getriebeproblemen zu kämpfen hatten und etwa 15 Minuten an der Box verbrachten. An der Spitze bot sich in etwa das Bild der vergangenen Stunde, die Wagen von Schubert Motorsport, Black Falcon und Heico Motorsport wechselten sich an der Spitze je nach Boxenstopps ab, dahinter drehten die Lamborghinis von Reiter Engineering und rhino’s Team Leipert ihre Runden.

In der folgenden Stunde bot sich an der Spitze weiterhin das Bild der Boxenstopp bedingten Führungswechsel. Nach etwa einer halben Stunde kollidierte dann der Leipert-Lamborghini mit einem anderen Teilnehmer, sodass beide zum Check und Bremswechsel an die Box kamen. Dieser Zusatzstopp warf die Wegberger Truppe in die Feldmitte zurück. Nur etwa fünf Minuten nach diesem Zwischenfall wurde der Ferrari F458 der Pole-Setter von AUH Motorsports/FF Corse mit Kupplungsdefekt in die Box gebracht, wo er auch zurzeit noch steht. Das zweite Auto von Schubert Motorsport, ebenfalls ein BMW Z4 GT3, wurde kurz vor Beginn der siebten Rennstunde mit Elektronikproblemen an die Box gebracht.

Diese siebte Stunde wurde mit einem Feuerwerk über dem Dubai Autodrome eröffnet. Auch in dieser Stunde blieb es auf der Wüsten-Strecke relativ ruhig,  ausschließlich technische Probleme sorgten bisher für Ausfälle.  An der Spitze haben sich nun Schubert Motorsport 1 und die beiden Heico-SLS festgesetzt. Der zweite Wagen (#16) des Teams hatte zwischenzeitlich eine Zeitstrafe erhalten, war jedoch wieder nach vorne vorgefahren. Das dritte Team im Kampf um die ersten vier Positionen ist weiterhin Abu Dhabi by Black Falcon. Die dahinter platzierten Fahrzeuge sind bereits eine Runde (Platz fünf) bzw. vier Runden (Platz 6) und mehr hinter diese Teams zurückgefallen.

Auch die achte Rennstunde hielt keine großartigen Überraschungen bereit, jedoch wurde der Umgang etwas härter. Mehrere Fahrzeuge sind in Kollisionen leicht beschädigt worden, ein Ausfall deshalb war jedoch nicht zu verzeichnen. Nach einem Drittel des Rennens führt zur Zeit der Mercedes SLS AMG Gt3 von Heico Motorsport (#6) vor dem Abu Dhabi by Black Falcon SLS und dem Schubert Z4 sowie dem zweiten Heico-Mercedes. Hier gilt jedoch weiterhin, jeder Boxenstopp dieser Fahrzeuge durchmischt das Klassement. Teilweise jagen sich die Fahrer nur mit einer halben Sekunde Abstand über die Strecke – und das nach acht Stunden, ein weiterer Beweis dafür, dass das Konzept des Balance of Performance der GT3-Klasse aufgeht!

Die weiteren deutschen Teams stehen ebenfalls gut im Rennen. Reiter Engineering rangiert zurzeit auf Gesamtrang sechs, Hermes Attempto Racing liegt mit dem Porsche GT3 R auf Rang zehn.  Der Porsche 997 Gt3 Cup des CC Car Collection-Teams ist zurzeit 16. In der Klasse A6, der CupS des Teams befindet sich auf Klassenrang 21. Der BMW M3 GT4 von Black Falcon fährt nach den angesprochenen Problemen zurzeit auf Position sechs der Klasse SP3, gefolgt von RJN Motorsport und Hamburg Racing. Besaplast Racing führt mit dem Mini die Klasse A2 an, der Cup-Porsche des Teams befindet sich auf Rang drei der Klasse der Porsche Cup-Fahrzeuge. Das Team Kuepperracing fährt zurzeit auf Position zwei der Klasse A5.

Text: Maurice Stuffer

Fotos: Creventic